Parodontosebehandlung

Wechselwirkung Mund- und Allgemeingesundheit

Parodontitis (umgangssprachlich oft „Parodontose“ genannt) ist eine entzündlich – bakterielle Erkrankung des Zahnhalteapparates, die langfristig und unbehandelt zu Zahnlockerung und Zahnverlust führt. Sie entwickelt sich meist schleichend und wird oft erst mit fortgeschrittenem Knochenabbau im Kiefer erkannt.

Parodonthosebehandlung - Behandlung bakterieller Erkrankungen

Gesund beginnt im Mund

„Eine gesunde Mundhöhle ist die beste Voraussetzung für einen gesunden Körper“, so Dr. Dietmar Oesterreich, Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer in Deutschland. Immer mehr wissenschaftliche Studien zeigen, dass zwischen Mundgesundheit und dem Gesamtorganismus eine enge Verbindung besteht. So können orale Erkrankungen das Auftreten einer Erkrankung im Körper begünstigen oder zu Komplikationen führen.

Umgekehrt kann eine allgemeinmedizinische Erkrankung die Mundsituation negativ beeinflussen. Die meisten Erkenntnisse über diese Wechselbeziehung gibt es im Zusammenhang mit einer Parodontitis. Parodontitis-Keime aus der Mundhöhle können über die Blutbahn in den gesamten Körper gelangen und das Risiko z.B. für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, rheumatische Erkrankungen, chronische Atemwegserkrankungen, Magen-Darm-Erkrankungen und Diabetes (Zuckerkrankheit) erhöhen.

Deshalb ist es wichtig, frühzeitig und vorbeugend mit einer entsprechenden Behandlung zu beginnen, denn nur was zu Beginn der Behandlung noch vorhanden ist, lässt sich bewahren.

Die Gefahr an Parodontitis zu erkranken, ist sehr hoch. Ungefähr 90 % (!) aller Patienten haben bereits leichte Entzündungserscheinungen. Ab 40 Jahren steigt die Gefahr für eine Parodontitis deutlich.

PSI-Test & Co.

Zur Parodontitis-Prophylaxe gehört daher die Früherkennung von Veränderungen am Zahnhalteapparat, die sich zunächst in zurückgezogenem Zahnfleisch und Zahnfleischbluten zeigen. Ein schneller Test ermittelt mit dem Parodontalen-Screening-Index (PSI) die aktuelle Situation. Dabei erfasst ein spezielles Messinstrument die Tiefe von Zahnfleischtaschen, stellt Rauhigkeiten auf der Zahnoberfläche und die Blutungsneigung des Zahnfleisches fest. Zur weiteren Diagnostik können zudem Art und Anzahl der krankheitsverursachenden Bakterien aus den Zahnfleischtaschen ermittelt werden. Das Ergebnis hilft bei der Risikoeinschätzung und der Therapiewahl.
Wir erstellen für Sie ein individuelles Konzept für eine zeitgemäße und schonende Parodontalbehandlung.

Für einen dauerhaften Erfolg ist die regelmäßige Nachsorge in Form individueller Prophylaxe ausschlaggebend. (Sog. „Unterstützende Parodontitistherapie“, UPT)

Nehmen Sie sich Zeit für Ihre Zähne, bevor Ihnen die Zeit die Zähne nimmt!